Donnerstag, 26. November 2020
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Chronik

Die Geschichte des Feuerlöschwesens in Istein reicht bis ins Jahre 1883 zurück. Damals wurde mit dem Erlass der neuen Feuerlöschordnung die Isteiner Feuerlöschmannschaft aktenkundig.

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Istein, wie sie heute noch besteht, fand am 15. April 1937 im Isteiner Rathaus statt. Unter Kommandant Reinhard Maurer bestand die Freiwillige Feuerwehr Istein von 1937 aus 29 Mitgliedern. Zu dieser Zeit nutzte man noch den Schlauch- und Hydrantenwagen der einstigen Isteiner Löschmannschaft.

Reinhard Maurer wurde 1946 nach neun Jahren von Friedrich De Daniel als Kommandant abgelöst.

Im Jahre 1961 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Istein ihr erstes Fahrzeug sowie eine Tragkraftspritze.

1962 gab es nach 16 Jahren wieder einen Wechsel an der Spitze. Konrad Gündner löste Friedrich De Daniel ab, welcher zugleich zum Ehrenkommandant ernannt wurde. Unter Konrad Gündner geschahen viele Veränderungen in der Isteiner Wehr. Bereits nach sieben Jahren wurde das bisherige Fahrzeug durch ein neues ersetzt.

Durch die Gemeindereform 1974 kam die Freiwillige Feuerwehr Istein zur Gesamtwehr Efringen-Kirchen.

Am 17. Januar 1976 konnte die Feuerwehr ihr noch heutiges Domizil im Isteiner Ortszentrum beziehen. Zuvor war die Feuerwehr in einem Schopf untergebracht. Im gleichen Jahr beteiligte sich die Freiwillige Feuerwehr Istein zum ersten Mal am Isteiner Chlimsefest was noch bis heute Bestand hat.

Auch die Partnerschaft mit der französischen Feuerwehr von Bartenheim-Stutz wurde von Konrad Gündner zusammen mit seinem französischem Amtskollegen Roger Schibbeny begründet. Diese Partnerschaft wird noch bis heute regelmäßig mit gemeinsamen Übungen und Partnerschaftstreffen gepflegt.

Ein weiteres Fahrzeug erhielt die Freiwillige Feuerwehr Istein 1986. Jedoch handelte es sich hierbei nicht um eine Neubeschaffung sondern um ein gebrauchtes Fahrzeug, welches in der Gemeinde bereits seinen Dienst in Wintersweiler tat, welches in vielen Arbeitsstunden hergerichtet wurde. Dieses Fahrzeug diente als Atemschutzfahrzeug, da im vorhandenen TSF keine Atemschutzgeräte untergebracht werden konnten.

1987 trat Martin Zimmermann die Nachfolge von Konrad Gündner an. Unter ihm übernahm Istein eine Vorreiterrolle in der Gesamtwehr. 1990 war Istein die erste Feuerwehr in der Gemeinde, welcher auch Frauen beitreten konnten. Allerdings dauerte es noch acht Jahre bis die ersten beiden Frauen der Wehr beitraten.

1995 vollzog sich ein weiterer Kommandantenwechsel. Martin Zimmermann wurde von Alexander Rabus abgelöst, welcher bis heute im Amt ist. Im gleichen Jahr erhielt die Freiwillige Feuerwehr Istein ihr neues Fahrzeug ein TSF-Wasser mit einem 500 l Wassertank.

Aktuell besteht die Freiwillige Feuerwehr aus 28 Aktiven, davon drei Frauen sowie vier Mitgliedern in der Altersmannschaft.

Zu den größten Einsätzen gehören der Brand des Aussiedlerhofs Ernst 1973 sowie der Brand des Förderbandes im Kalkwerk Istein vom 28. September 1984.
Auch erwähnenswert sind die regelmäßig wiederkehrenden Hochwassereinsätze, vor allem in den Jahren 1978 und 1983 als beinahe alle Keller entlang des Hodbaches ausgepumpt werden mussten, sowie die Schlammlawine vom 28. Mai 2003, welche die Feuerwehr über zwei Tage forderte.
Der wohl spektakulärste Einsatz war die Beinahekatastrophe vom 1. April 2004, als ein auf die Bahngleise gefallener Traktor einen ICE zum entgleisen brachte, welcher von einem entgegenkommenden ICE noch gestreift wurde. Über dieses Unglück wurde bundesweit in den Medien berichtet.

Kommandanten

Reinhard Maurer 1937 bis 1946
Friedrich De Daniel 1946 bis 1962
Konrad Gündner 1962 bis 1987
Martin Zimmermann 1987 bis 1995
Alexander Rabus 1995 bis heute
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